Nun ist es schon wieder etwas länger her, seit ich das letzte Mal
etwas geschrieben habe - in den letzten Wochen ging es aber auch
einfach drunter und drüber.
Erst wurde ich von der Erkältungswelle niedergerungen, dann war
Weihnachten, Familie, Silvester... und dann stand auch schon das
zweite Vorbereitungsseminar vor der Tür. Es war übrigens großartig-
genau wie das erste (aber dazu später mehr).
Vorbereitung
Meine Visumsunterlagen liegen mittlerweile in Hamburg und finden
hoffentlich bald ihren Weg zurück nach Berlin in die südafrikanische
Botschaft. Leichtes Magengrummeln bereitet mir die Sache schon,
schließlich ist es nicht mehr allzu lange bis zur Ausreise und die
offizielle Bearbeitungszeit liegt bei 8 Wochen. Aber ich vertraue an
dieser Stelle einfach mal darauf, dass alles gut geht. ;)
Meine letzte Impfung habe ich vorgestern bekommen, zumindest
diesen Punkt kann ich somit endgültig von meiner „To-Do-Liste“
streichen. Dafür entwickelt sich nun eine Packliste- und es geht ans
große Aussortieren.
Mit meinen Eltern habe ich einen Termin zum Einpacken meiner
Sachen vereinbart- Anfang März machen sich all die Dinge, die ich in
Südafrika nicht brauche, ohne die ich aber auf Dauer nicht sein
will, auf den Weg nach Rudolstadt.
Es ist schon ein komisches Gefühl, bald endgültig seine Sachen
zu packen und aus der Wohnung auszuziehen, die einem in den letzten
Jahren Rückzugsraum und Zuhause war.
Und sonst so?
Gefühlsmäßig schwanke ich in den letzten Tagen zwischen
himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.
Ich freue mich riesig darauf, dass es bald los geht, ich in einem
spannenden neuen Land sein werde, die Chance habe, neue Menschen und
Dinge kennen zu lernen. Ich bin gespannt, auf mein Projekt, die Kinder, die Mitarbeiter*innen, die anderen Ehrenamtlichen und die Arbeit, die ich dort vollrichten werde.
Andererseits wird mir auch immer mehr bewusst, dass es nun langsam
ernst wird. Meine Familie, meine Freund*innen, meinen Freund und all
die anderen Menschen, mit denen ich zu tun habe- sie alle werde ich
für lange Zeit nicht mehr sehen. Mein Tagesrhythmus, meine
Freizeitgestaltung, mein ehrenamtliches Engagement- all das wird auf
einmal anders sein. Und bei all der Freude auf das, was da kommen
wird, macht mich das bisweilen auch unendlich traurig.