Letztes Wochenende war ich zusammen mit Lena und Franzi (beide auch von AFS) in Kapstadt. Zwar war ich vorher schon ein paar mal dort (zum Karneval und zum Strand), aber wirklich viel von der Stadt gesehen hatte ich noch nicht. Das habe ich nun endlich nachgeholt.
Kapstadt ist einfach großartig!
Unser Hostel war in Greenpoint und damit in der Nähe vom Stadion (Bild 1). Genossen habe ich neben der netten Atmosphäre vor allen Dingen die saubere Küche und die Möglichkeit, das Bad abzuschliessen (schon verrückt, was für Kleinigkeiten einen plötzlich glücklich machen...).
Am ersten Tag sind wir einfach ein bisschen durch Kapstadt geschlendert, unter anderem durch die Long Street (Bild 2), der V&A Waterfront, dem ältesten Teil des Hafens (Bilder 3 und 4) und dem Green Market Square.
Ganz unverhofft kamen wir außerdem an einem Stück Berlin vorbei (Bild 5)
Samstags haben wir eine Rundtour mit dem ¨Red City Tour Bus¨ gemacht, der an den Hauptattraktionen Kapstadts vorbeifährt:
V&A Waterfront, hier Nobel Square, me & Mandela ;) (Bild 6)
Districht Six Museum (Bild 7)
Ausstellung über die gewaltsame Vertreibung der Bewohner*innen dieses Stadtteils zur Apartheidszeit.
Castle of Good Hope (Bild 8)
Die Burg ist das älteste Gebäude Südafrikas.
Das Bo-Kaap (Bild 9)
Dieser Stadtteil, einer der ältesten Kapstadts, der durch kleine bunte Häuser geprägt ist, wurde früher vor allem von Sklaven aus Malaysia bewohnt und ist außerdem stark durch die muslimischen Community Kapstadts geprägt. Das Bo-Kaap hat seinen ganz eigenen Flair und ist für mich (vorerst) der schönste Teil Kapstadts.
Table Mountain Cableway (Bild 10)
Auch wenn wir noch nicht auf dem Tafelberg waren, auch vom Cableway-Startpunkt aus hatte man schon einen großartigen Ausblick über Kapstadt.
Camps Bay (Bild 11)
Strand und Sonnenschein, was will man mehr :)
Green Point (Bild 12)
Ein weiterer kleiner schöner Spaziergang am Wasser entlang.
Abends waren wir zusammen mit einigen anderen Leuten in der Long Street (@ Berlin: Kneipen/Bar-Dichte a la Simon-Dach-Straße, Menschenauflauf wie dort am WE, nur irgendwie doch netter und anders) im Dubliners (klingt nur nach irischem Pub, hat de facto damit nichts zu tun) feiern. Musikalisch war es nicht wirklich meins-(wobei ich mich bei der letzten Night Out in Cape Town positiv überraschen lassen musste, wir waren zu ner Old School Hip Hop-Party und es war einfach großartig), aber im unteren Teil der Location hat eine Live-Band halbwegs anständige, zum Teil sogar rockige Musik gespielt und die Leute waren supernett, von daher war es zu ertragen ;)
Sonntags war vor allen Dingen ausruhen angesagt, Lena und ich haben noch einen Abstecher in den Company's Garden gemacht, bevor wir dann mit dem Zug wieder zurück nach Belville gefahren sind.
Minibus-Adventure
Von Belville ging es dann mit dem Minibus weiter nach Durbanville. Auf der Vorbereitungswoche wurde uns ein Hinweis mitgegeben: Niemals im Minibus vorne sitzen, weil man dann das Geld aller Fahrgäste einsammeln und dem Fahrer geben muss. Well...wir waren müde und wollten einfach nur nach Hause und haben deswegen diesen Hinweis geflissentlich ignoriert. Und unsere Mitfahrer*innen waren schon sichtlich amüsiert, als wir eingestiegen sind.. Am Anfang schien es, als ob wie das Abrechnen trotz allem gut hinbekommen, aber irgendwas muss dann doch schief gegangen sein, denn am Ende fehlte Geld, der Fahrer musste anhalten, allen Leuten das Geld zurückgeben, hin und her diskutieren, dann wieder Geld einsammeln... am Ende waren wir nach einer gefühlten Ewigkeit aber trotzdem endlich wieder Zuhause (Ja, irgendwie fühlt es sich mittlerweile tatsächlich so an...)
Und sonst so?
Wir hatten das erste AFS Social Meeting, auf dem wir Leute aus anderen Projekten und Austauschschüler*innen kennengelernt haben, was zu einem wirklich interessanten Austausch führte.
Ich habe mich im Fitnessstudio angemeldet.
Ich war im Tygervalley Shoppingcenter und weiß nun sicher, was ich eigentlich schon geahnt hatte: Ich mag südafrikanische Shoppongcenter genausowenig wie deutsche...
Ich bin dabei langsam aber sicher meine Kakerlaken-Phobie zu überwinden...
Eines meiner neuen Ziele für die nächsten Monate ist endlich ohne-Händen-in-den-Hosentaschen-Tanzen lernen.
Der Sternenhimmel hier ist einfach großartig,ich möchte unbedingt demnächst mal irgendwohin ins Nichts um noch mehr Sterne auf einmal sehen zu können...
Es sind um die 30 Grad und morgen gehts an den Strand! :)
Lasst es euch gutgehen!